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Sa 6. Dezember 2008 bis So 15. Februar 2009
 
     
 
Heike Kati Barath
nimm doch
 
     
  Heike Kati Barath malt übergroße Bilder. Die Opulenz dieser Übergrößen trifft vielfach auf Sujets von entwaffnender Naivität und Leichtigkeit. Blonde Mädchen - trotzig, stark und verletzlich zugleich - stehen einem ebenso entgegen wie grimmig dreinschauende pubertierende Spaghetti-Esser oder surreal anmutende Yetis. Die Bildwelten erinnern ebenso Bullerbü wie deutsche Spießergesellschaft oder B-Movie-Horror. Entsprechend bewegen sich die Farbpaletten der Bilder zwischen himmelblau-infantiler Laura-Ashley-Ästhetik und schwärzester Abgründigkeit, wobei die Perfektion und Leichtigkeit der Malerei konterkariert wird von den disproportionierten Unzulänglichkeiten der dargestellten Sujets. So wird der Betrachter zwischen grotesk-bedrohlichen Übertreibungen und der Suggestion einer bis in den Kitsch abdriftenden Kuscheltierästehtik hin und her gerissen. Das Lächeln und das Grauen treffen in ungebremster Direktheit aufeinander, ohne dass man sich entscheiden müsste. Es kann passieren, dass man sich dabei ertappt, weiter zu schmunzeln und gleichzeitig Medienberichte und -bilder misshandelter Kinder in aller Penetranz zu erinnern. Nicht nur in dieser Hinsicht sind Baraths Bilder von einer einzigartigen entblößenden Kraft.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Columbus Art Foundation, Leipzig/Ravensburg.                                                   
 
 

 

 
 
 
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