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Sa 20. September - So 23. November 2008
 
     
 
Cristian Andersen
Absent Thoughts
 
     
  Cristian Andersen

Auf den ersten Blick erscheinen Cristian Andersens Arbeiten oftmals als Eruptionen, deren Intensität nicht nur Formen und Motive, sondern auch die Wahrnehmung des Betrachters erschüttern lässt. Aus organischen Baumstämmen werden industrielle Hölzer, minimalistische Objekte markiert er mit der Spraydose und formt martialische Waffen in weichem Wachs anstatt aus kaltem Stahl. In diesen Arbeiten eröffnen sich einerseits betroffen machende Szenarien, die albtraumhaft entrückt wirken, andererseits bescheren sie dem Publikum ironische Momente, wenn beispielsweise ein Spatz mit Hut in violetter Keramik auf einem Sockel sitzt.
Der Umgang mit unterschiedlichen Medien, die Ausreizung ihrer Möglichkeiten und die sich daraus ergebenden Formulierungen von Fragen zu Ein- und Ausgrenzungen, Identität und subkulturellen Anspielungen zeichnen Andersens Werkkomplex aus.
In seiner aktuellen Arbeit widmet er sich insbesondere Strategien der Territoriumsaneignung und Herrschaftsausübung. Er überträgt deren Symbolik und Zeichenhaftigkeit in ästhetische Formen, um darin Fragen von Macht und ihrer Regulation zu verhandeln.                                                     Stefan Wagner