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12. März bis 16. Mai 2010
 
 
masqué
 
 
Inszenierung und Verschleierung des Selbst in der Kunst aus Zentral- und Osteuropa, mit speziellem Fokus auf Werke aus Kontakt.
Die Kunstsammlung der Erste Group.
 
     
 
Mit: Paweł Althamer, VALIE EXPORT, Tomislav Gotovac, Ion Grigorescu, Tibor Hajas, Sanja Iveković, Edward Krasinski, Anna Niesterowicz & Łukasz Gutt, Cora Pongracz, Hans Scheirl, Kateřina Šeda, Sven Stilinović, Artur Źmijewski.
Kuratiert von Adam Szymczyk, Direktor Kunsthalle Basel und Beiratsmitglied von Kontakt. Die Kunstsammlung der Erste Group.
 
     
 

Die Ausstellung untersucht verschiedenste Formen und Strategien der Maskierung und Demaskierung des Selbst in Kontakt. Die Kunstsammlung der Erste Group. Die Intention der Sammlung besteht darin, Formen der Kunstproduktion innerhalb der veränderten und sich verändernden politischen Geografien Europas zu reflektieren und bezieht sich dabei auf einen Zeitrahmen von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Der historische Teil markiert vor allem jene Momente einer politisch-aktionistischen, performativen und genderorientierten Arbeitsweise sowie deren Repräsentation in der Öffentlichkeit. Als Ergänzung dazu zeigt die Ausstellung auch einige nicht in der Sammlung vertretene, konträre Positionen. Nachdem der primäre Fokus der Sammlung auf konzeptueller (neo-avantgardistischer) Kunst aus Zentral- und Osteuropa liegt, muss die Repräsentation des Selbst in den Werken, die unter den kommunistischen Regimes und in der darauf folgenden post-sozialistischen Situation geschaffen wurden, als politisches Statement gesehen werden. Viele Staaten verübten eine Kontrolle über individuelle künstlerische Formulierungen des Selbst, da diese mit dem offiziellen Staatsmonopol der Bildproduktion brachen und zu einer möglichen Gefahr für das System werden konnten. Manipulation, Imitation, Rückzug, Transfer, Camouflage oder Kostümierung, eine unterschiedliche Anzahl an Widerstandstechniken und entsprechenden Verdeckungen dienen als Repräsentation von Subjektivität. Direkter Realismus scheint schien keine Option zu bieten - die meisten Werke verwenden eine indirekte Sprache oder nuancierte rhetorische Mittel einer Neuinterpretation, Konstruktion und Inszenierung komplexer Subjektpositionen und dienen als Ausgangspunkt eines emanzipatorischen Theaters der Unterdrückten.

 
  Tomislav Gotovac
aus: Showing Elle, 1962
s/w Fotografie, 24 x 30 cm
Courtesy Kontakt. Die Kunstsammlung der Erste Group
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